Die Entwicklung des Menschen und der Erde gemäß der Kosmologie der Rosenkreuzer und Rudolf Steiners Anthroposofie
Ebenso wie jeder einzelne Mensch inkarniert sich auch die Erde, indem
sie planetarische Wiedergeburten durchläuft. Das passiert allerdings in
unvorstellbar langen Intervallen, die Milliarden von Jahren dauern. Die
wichtigsten dieser aufeinanderfolgenden „Inkarnationen“ - nach dem
Saturn, der Sonne und dem Mond benannt - hat die Erde in einer Zeit
durchlaufen, als unser Planet und die genannten Himmelskörper noch nicht
in der heutigen Form existiert haben.
Die obige Darstellung beschreibt, wie unser Planet mit
der Zeit eine "gröbere Dichte" angenommen hat. Ähnlich entwickelte sich
auch die Menschheit und der menschliche Körper. Letzterer hat seinen
Ursprung schon vor Milliarden von Jahren in der Saturn-Epoche. Er hatte
damals zuerst auch nur eine thermische Struktur und nahm im Laufe der
nachfolgenden Sonnen- und Mondphase stufenweise weitere Aspekte an, bis
zur Entstehung des physischen Körpers in heutiger Form. Während dieser
Phasen nahm der Mensch auch die weiteren Körper an - während der
Sonnenzeit den ätherischen und während der Mondzeit den astralen Körper
(aber auch hier ist nicht die heutige Form gemeint, sondern die
jeweilige Vorform). Jeder dieser Bestandteile war eine Gabe spiritueller
Mächte, die für die Evolution der Menschheit jeweils ein Stück ihrer
eigenen Substanz zur Verfügung gestellt haben. Die existentielle Grundlage des Menschen ist seine Dreiheit, die er schon auf dem alten Saturn gehabt hat - Körper, Geist und Seele. Doch erst auf der heutigen Erde war seine Entwicklung so weit fortgeschritten, dass er ein Ich annehmen konnte. Dadurch wurde er zu einem autonomen Wesen und begann sich als Individuum zu entwickeln (bis dahin war seine geistig-seelische Struktur kollektiv, ähnlich wie bei den Tieren). Damit erhielt er auch seinen freien Willen, was auch die Möglichkeit von Irrtümern und das Phänomen der menschlichen Karma mit sich brachte (dies war das Ende von Lemuria und der Wechsel in die Atlantis-Epoche - der Abstieg in die Materie, im biblischen Sinne die Vertreibung aus dem Paradies). Während der ersten Inkarnationen auf der Erde hatte jeder Mensch bereits sein eigenes Ich, verhielt sich aber noch größtenteils wie ein Tier. Seine höheren Komponenten befanden sich allesamt auf einem niedrigen Niveau und der am meisten bestimmende Aspekt war der astrale Körper und die ihm innewohnenden Triebe und Leidenschaften. Der heutige Mensch steht also in erster Reihe vor der Aufgabe, seinen astralen Körper zu transformieren, später dann auch den ätherischen und den physischen Körper. Jeder sollte mit Hilfe seines Ichs daran arbeiten, seiner Emotionen, Triebe und Leidenschaften Herr zu werden und seine geistigen und spirituellen Anteile zu entwickeln, die ihrerseits auch jeweils in drei Aspekte unterteilt werden können. Der physische Körper ist zwar der unterste, aber auch der älteste und am meisten entwickelte Teil des menschlichen Wesens. Deshalb ist er im Allgemeinen bei allen Menschen gleich entwickelt, wohingegen es zwischen der jeweiligen geistigen und spirituellen Entwicklungsstufe große Unterschiede gibt. Die Idee, dass die Materie, das Universum und der Mensch eine spirituelle Grundlage haben, wird von vielen abgelehnt. Andere verbreiten wiederum die falsche Ansicht, dass der Körper und die Materie minderwertig sind und die Inkarnation auf der Erde letztendlich etwas Überflüssiges sei. Sie versuchen, die Menschheit vorzeitig zu spiritualisieren, entgegen der Tatsache, dass die Erde genau jener Ort ist, wo der Mensch seinen Gesamtfortschritt am besten vorantreiben kann. Die eben erwähnten Einstellungen bringen die Menschheit allerdings nicht weiter. Es werden noch viele Inkarnationen nötig sein, bis der Mensch soweit ist, dass er seinen physischen Körper ablegen kann und der ätherische Körper dadurch zu seinem gröbsten Bestandteil wird. Aber auch danach wird er noch sehr lange brauchen, bis er ans Ziel gelangt.....
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